
Die Installation von Isacompta Collaboratif auf einem Arbeitsplatz oder einem Netzwerk von Kanzleien erfordert das Verständnis mehrerer Parameter, die nicht immer in den öffentlichen Dokumentationen aufgeführt sind. Der Erfolg der Installation hängt weniger vom Downloadprozess selbst ab, sondern vielmehr von der vorhergehenden Vorbereitung, insbesondere der Erstellung von Benutzerkonten und der Netzwerkkonfiguration.
Dieser Artikel misst die Abweichungen zwischen den von Agiris dokumentierten Voraussetzungen und den tatsächlich während des Deployments auftretenden Blockaden, um zu identifizieren, wo die Fehler konzentriert sind.
Ebenfalls empfehlenswert : Die Förderung des Lernens von CE1-Schülern: Strategien und innovative Aktivitäten
MyISA-Portal und Kontoverwaltung: das Hindernis, das der Installer nicht meldet
Seit 2024 verlangt Agiris eine zentrale Authentifizierung über das MyISA-Portal für Isacompta Collaboratif. Die Erstellung von Benutzern, die Zuweisung von Arbeitsplätzen, die Überwachung der Verbindungen: alles wird in diesem Bereich verwaltet, bevor der Installer überhaupt gestartet wird. Eine Kanzlei, die die Installationsdatei herunterlädt, ohne zuvor die Konten in MyISA erstellt und aktiviert zu haben, wird an der Synchronisationsstufe blockiert.
Diese administrative Voraussetzung ändert die logische Reihenfolge der Installation. Der klassische Reflex (herunterladen, ausführen, konfigurieren) funktioniert nicht mehr. Zuerst muss überprüft werden, ob jeder Mitarbeiter über ein aktives ISA-Gruppenkonto verfügt, dann müssen die entsprechenden Lizenzen im Portal zugewiesen werden, und erst danach kann der Installer gestartet werden.
Auch interessant : Alles über die Funktionsweise von MMSP mit OnoffApp: Leitfaden und Tipps
Ein Installationshandbuch für Isacompta Collaboratif beschreibt diese Abfolge mit den Bildschirmen des MyISA-Portals, was es ermöglicht, jede Lizenzzuweisung zu überprüfen, bevor man den Serverarbeitsplatz anfasst.

Technische Voraussetzungen für Isacompta: Kontrollpunkte vor der Installation
Die Versionshinweise 25.10 und 25.20 listen Voraussetzungen auf, die die meisten konkurrierenden Handbücher mit “Überprüfen Sie Ihre Windows-Version” zusammenfassen. Die Realität ist differenzierter.
| Kontrollpunkt | Dokumentierte Anforderung | Folge bei Abwesenheit |
|---|---|---|
| Betriebssystem | Windows 10 oder höher (64 Bit) | Installation unmöglich oder Instabilität |
| TLS 1.2 | Auf Windows-Ebene aktiviert | Kollaborative Synchronisation schlägt fehl (Fehler “Verbindung zum Server nicht möglich”) |
| MyISA-Konto | Vor der Installation erstellt und Lizenzen zugewiesen | Blockade bei der Authentifizierung nach der Installation |
| Administratorrechte | Windows-Sitzung mit Admin-Rechten für den Installer | Installation unterbrochen oder Dateien teilweise kopiert |
| Netzwerkverbindung | Zugriff auf Agiris-Server (Ports nicht durch die Firewall blockiert) | Aktualisierung und Synchronisation unmöglich |
Der am meisten unterschätzte Punkt bleibt TLS 1.2 auf Windows-Ebene aktiviert. Auf älteren Arbeitsplätzen oder Unternehmenskonfigurationen, die durch eine Gruppenrichtlinie gesperrt sind, kann dieses Protokoll deaktiviert sein. Die Installation wird dann ohne sichtbare Fehler abgeschlossen, aber die kollaborative Synchronisation schlägt anschließend fehl.
TLS 1.2 auf einem Windows-Arbeitsplatz überprüfen
Die Überprüfung erfolgt über die Windows-Registry oder über die Internetoptionen im Systemsteuerungsbereich (Reiter Erweitert, Abschnitt Sicherheit). Wenn das Kästchen für TLS 1.2 nicht aktiviert ist, muss es aktiviert und der Arbeitsplatz neu gestartet werden, bevor die Installation von Isacompta gestartet wird.
Diese Manipulation dauert einige Minuten, aber sie vermeidet Stunden der nachträglichen Diagnose. Die Fehlermeldungen zur Synchronisation erwähnen TLS nicht ausdrücklich, was das Problem schwer identifizierbar macht, ohne diese Voraussetzung zu kennen.
Elektronische Rechnungsstellung und erste Konfiguration von Isacompta Collaboratif
Die Verordnung Nr. 2021-1190 und ihre Durchführungsbeschlüsse machen die elektronische Rechnungsstellung in Frankreich schrittweise verpflichtend. Neuinstallationen von Isacompta Collaboratif müssen diese Vorgabe bereits im Assistenten für die Erstkonfiguration integrieren, nicht erst nach mehreren Monaten Nutzung.
Agiris veröffentlicht spezifische Vorbereitungshandbücher, die drei Parameter abdecken, die sofort konfiguriert werden müssen:
- Aktivierung der GED (elektronische Dokumentenverwaltung), um Rechnungen im von den Plattformen für die Digitalisierung geforderten Format zu archivieren
- Auswahl der Exportformate, die mit zukünftigen PDP (Partner-Digitalisierungsplattformen) oder dem PPF (Öffentliches Rechnungsportal) kompatibel sind
- Konfiguration der Verkaufsjournale, damit jede generierte Buchung die gesetzlichen Anforderungen der elektronischen Rechnung erfüllt
Die Konfiguration der Digitalisierung bereits bei der Installation vermeidet eine vollständige Überarbeitung der Journale einige Monate später. Kanzleien, die diese Konfiguration aufschieben, müssen Hunderte von Buchungen umqualifizieren, um sie konform zu machen.
GED und Verkaufsjournale: zwei miteinander verbundene Einstellungen
Die GED in Isacompta Collaboratif beschränkt sich nicht auf die Speicherung von PDFs. Sie strukturiert die Verbindung zwischen dem Beleg und der Buchung. Wenn die GED nach mehreren Wochen der Eingabe aktiviert wird, werden die vorherigen Buchungen nicht automatisch den Dokumenten zugeordnet, was eine Lücke in der Nachverfolgbarkeit schafft.
Die Konfiguration der Verkaufsjournale bestimmt hingegen das Format der Daten, die an die Digitalisierungsplattformen exportiert werden. Ein schlecht konfiguriertes Journal erzeugt Dateien, die von der Plattform abgelehnt werden, ohne dass auf Seiten von Isacompta eine explizite Fehlermeldung erscheint.

Installation des Servers und der mobilen Arbeitsplätze von Isacompta: Abfolge und häufige Blockaden
Die Dokumentation von Agiris für die Version 25.20 unterscheidet klar zwischen zwei Phasen: der Installation des Servers und der der mobilen Arbeitsplätze. Die Produktion ist während des Server-Updates blockiert, was es erforderlich macht, alle Benutzer zu informieren und einen Zeitraum außerhalb intensiver Eingabezeiten zu wählen.
Auf dem Server aktualisiert der Installer die Datenbank und die Synchronisationskomponenten. Wenn ein entfernter Arbeitsplatz während dieser Phase versucht, sich zu verbinden, kann die Datenbank in einen inkonsistenten Zustand geraten. Sobald der Server betriebsbereit ist, muss jeder mobile Arbeitsplatz einzeln aktualisiert werden.
Häufige Fehler bei mobilen Arbeitsplätzen
Das häufigste Szenario: Ein Mitarbeiter startet Isacompta auf seinem Laptop, ohne das lokale Update ausgeführt zu haben. Die Software erkennt eine Versionsabweichung zum Server und verweigert die Verbindung. Die Lösung ist einfach (den mobilen Installer ausführen), aber die angezeigte Fehlermeldung macht dies nicht eindeutig klar.
Ein weiteres Hindernis tritt auf, wenn der mobile Arbeitsplatz zum Zeitpunkt des Updates keinen Zugriff auf die Agiris-Server hat, beispielsweise in einem Hotelnetzwerk oder einem gefilterten öffentlichen WLAN. Die mobile Installation erfordert einen uneingeschränkten Netzwerkzugang zu den Synchronisationsservern.
All diese Anforderungen (MyISA-Konten, TLS 1.2, Digitalisierung, Server-/Mobile-Sequenz) bilden einen technischen Prozess, bei dem jeder bedingte Schritt den nächsten beeinflusst. Das Überspringen oder Verschieben einer dieser Einstellungen führt zu Fehlfunktionen, die erst bei der Nutzung sichtbar werden, manchmal mehrere Wochen nach der Installation.